Sonntag, 22. Februar 2009

Update

Hey Leute,

Heute isses soweit: Es gibt wieder einen Zwischenbericht! :)

Wir haben viel erlebt und es ist viel passiert, aber schön der Reihe nach.

Zuerst haben wir eine neue Waschmaschine bekommen. Das ist toll, denn jetzt kann man sich auch wieder unterhalten und muss nicht immer aufpassen, dass einem ein vom Schleudergang in Ektase versetztes Unwucht-Ungeheuer durchs Bad hüpft.



Dann waren wir im Park Güell. Viele Touris (blöde Touristen auch immer!), viele Fotos, lustige von Nils als Spielgefährten benutzte Raupen („Quatsch, die sind nicht giftig“), wundervolle Aussicht und viel Sonne! Hier seht ihr eine Panorama-Aufnahme, Herr – lich!

Wir hatten auf jeden Fall einen erfüllten Tag und haben viele tolle Erinnerungen mitgenommen!


Die Tage darauf gestalteten sich allerdings relativ gegenteilig: Und wenn man schon auf der Titanic fährt, steht natürlich noch Hein Blöd am Steuer.

Einen Tag nachdem Koni völlig aufgelöst von dem 5-min vor Beginn gecancelten King of Leons Konzert kam („Alter ich hätte ne VIP-Karte für 100 € gehabt!!!“) realisierte Nils, dass die lustigen Raupen vom Park Güell natürlich DOCH giftig sind. Und 2 Tage vor Andrejan´s Geburtstag ist ein paar Hilfsschülern die Hauptsicherung geflogen, sodass sie dachten: Klauen wir ihm halt sein teures Fahrrad aus dem Innenhof der Uni – unnötig zu erwähnen, dass es angeschlossen war. Immerhin, Geschmack haben ´se.

Patrick hat während dieser Zeit allerdings schön den 50:50 Joker genommen und sich nach Deutschland aufgemacht. So hatte er sich lediglich mit dem kalten Wetter rumzuschlagen.

Also hat noch jemand Arschkarten? Wir sammeln die nämlich.


Apropos Arsch. Da wollte man Koni doch glatt seine Cam aus der Hosentasche entwenden. Gerade aus dem „Schwarzen Schaf“ gekommen, standen wir nachts um 2 in irgendeiner der vielen schönen Seitenstraßen auf der Ramblas. Und die Ramblas@Night ist so ein Ort… Wenn es ein Wein wär, wäre es Kellergeister. Während Koni sich um die weitere Organisation des Abends kümmerte („Ey ihr müsst mitkommen, die Irish People sind soo cool!“), fielen Andrejan zwei etwas kleinere Pakistanis ins Auge. Sie standen die ganze Zeit nichtssagend eine Ecke weiter – nickten aber einmal kurz in Richtung Koni. Bevor irgendjemand etwas sagen konnte, hatten sich die zwei Pylonen (stehen rum und sind hohl) auch schon in Bewegung gesetzt und während der eine Koni von vorne anrempelte, lief der andere weiter um seine Gichtkrallen unauffällig in Richtung DigiCam auszustrecken. ABER nicht mit Koni! Denn unser mindestens genauso gewitztes Schlitzohr hatte sich so schnell umgedreht (hatte an dem Tag die schnellen Schuhe an) und sie zur Rede gestellt, dass die beiden dagegen aussahen wie Wanderdünen im Winterschlaf und nur noch Buchstabenkarneval veranstalteten. Als sich dann auch noch der Schatten eines noch lauteren Nils über ihnen ausbreitete, hissten sie die weiße Flagge und zogen sich zurück in ihre Hälfte. Endlich mal ein Punkt für uns!

Pakistan 0:1 Deutschland


Und noch etwas positives: Einen Tag später konnte Patrick nach seinem Erwachen um 16 Uhr (mit noch respektablem Standgas) feststellen, dass die Sonne unterdessen so hoch steht, dass sie jetzt auch Nachmittags auf unsere Terrasse scheint. Das macht den Urlaub dann komplett :)

Es besteht übrigens die Möglichkeit sich von unserer Dauerbaustelle hier mal ein Bild zu machen. Wer möchte, kann einem von uns eine E-Mail deswegen schreiben, ihr bekommt dann in der nächsten Zeit einen Plan und viele Fotos von unserer Wohnung.


Danke, dass ihr an uns denkt! Alles Gute an euch alle!

Montag, 9. Februar 2009

Lo siento...

...Schande auf mein Haupt!
Nach langer, langer, laaaanger Zeit geht es nun endlich los!
Der Organisationsstress ist nahezu verflogen, das Wetter ist immernoch schön, besonders heute (Sonne, 17 °).
Uns geht es hervorragend - unserer Wohnung auch wieder (dazu später mehr).
Vor genau vier Wochen sind wir vier also im schönen Barcelona gelandet.
Die Illusion aus dem ersten Post ist beinahe wahr geworden.

Am ersten Abend setzten wir uns mit 1-2 oder mehr Bier auf unsere wirklich große Terasse und ließen es uns gut gehen! Allerdings bei gefühlten 6° - nichtsdestotrotz (übrigens eins sehr merkwürdiges Wort) fing unsere Zeit in BCN gut an.
Am selben Abend: wir versuchen die Terassentür zu öffnen und zu schließen, wodabei sie sich beinahe in ihre Einzelteile zerlegt. Die Kombination aus Gewalt und Gefühle ist der Trick, wie wir in den nächsten Wochen lernten.
Doch das Erfolgsgefühl, die bösartige Tür zu überlisten wurde uns genommen!!! Vor vier Tagen betraten morgens um halb 9, was für spanische Verhältnisse, besonders aber für unsere, mitten in der Nacht ist, drei Handwerker unsere Wohnung. Nach einer Sintflut von katalanischen Sätzen, sehr arabisch-lastig dargeboten, stürmten sie Richtung Terassentür. Sie waren gekommen um SIE von uns zu nehmen. Mit einer riesigen Säge, mit Schleifern, mit Hammern, mit zumindest dem Geräuschpegel nach zu urteilen, Baggern. Und nach 12 Stunden ununterbrochenem "Gewerkel" stand sie dar. Die "neue". Silbern, glänzend und umringt von noch feuchtem Zement. Einfach herrlich ;).
Unsere Hütte ist nicht wirlich ein 5* Ressort, aber es wird besser. Handwerker sind bald unsere besten Freunde und Sägespäne, verteilt in der gesamten Wohnung, gehören zum Alltag. Aber wat mut dat mut!
Mir fällt auf, dass es recht schwierig ist die vergangenen vier Wochen angemessen festzuhalten und hier komprimiert zur Niederschrift zu bringen - hach schöner Satz.
Daher wieder mal kurz und knackig.
Wir haben die Sagrade Familia, die Ramblas, viele Bars, viele Tauben (vor allem über unserer Haustür- Patrick hat bereits mit ihnen gekämpft), viele Flaschen (Wasser natürlich), den Strand, die Casa Batlló und die Stadt von oben gesehen. Gut - man könnte mehr Sight-seeing machen. Werden wir...hoffentlich!
Nils' Freundin Anna hat uns schon besucht, es folgen viele weitere Freunde und Freundinnen!
Was man jedem empfehlen kann: ein morgendlicher Spaziergang auf der Promenade Barcelonas.
Soweit so gut.
Ab jetzt könnt Ihr mit regelmäßigen Posts rechnen, natürlich mit spanischer Regelmäßigkeit ;).
Wir grüßen euch, lasst es Euch gut gehen.

Adéu wie man hier sagt.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH STACY!